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Besonderheiten bei Paartanzkursen in Bezug auf Corona

Lindy Hop, Balboa & Shag Kurse im Herbst 2020
Wir haben im Juli einen Fragebogen zum Umgang mit Corona verschickt, den 300 Mitglieder und Kursinteressierte beantwortet haben. Eine Mehrheit davon möchte keinen Partnerwechsel machen (siehe Umfrage Ergebnisse).
Die Covid-19 Verordnung schreibt uns außerdem vor, dass wir Maßnahmen setzen müssen, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Aus diesen Gründen haben wir uns entschlossen dieses Semester auf Partnerwechsel in den Kursen zu verzichten.
Das heißt, du brauchst einen fixen Tanzpartner in den Paartanzkursen.

Paar-Anmeldungen
Am besten meldest du dich für die Paarkurse gleich mit einem Partner an.
Um bei der Suche zu helfen, haben wir die Chat-Plattform Slack zur Verfügung gestellt.
Dort kannst du einen Partner oder Partnerin suchen oder dich mit andere Interessenten für deinen Level vernetzen und z.B. (Gruppen-)Treffen zum Kennenlernen organisieren.
Tritt hier diesem Chat bei.

Solo-Anmeldungen
Wenn du niemand zur Paar-Anmeldung findest, kannst du dich auch solo für einen Paarkurs anmelden, aber damit erklärst du dich einverstanden eine von uns zugewiesene Person für das ganze Semester als PartnerIn zu akzeptieren.
Wenn du dann eine Kursbestätigung und PartnerIn bekommen hast, kannst du diese/n nicht mehr austauschen, außer er/sie ist einverstanden. Wir können keine schon bestätigten TänzerInnen einfach wieder aus dem Kurs ausschließen.
In solchen Fällen müsst ihr euch an uns wenden, damit wir das gemeinsam klären können.

Weitere Maßnahmen
Die Teilnehmerzahl in den Paarkurse haben wir ca. um ein Drittel der Personen reduziert, damit mehr Platz und Luft ist um Abstände einhalten zu können.
Wir führen Anwesenheitslisten, um gegebenenfalls Contact Tracing zu ermöglichen. Mehr dazu in unserem Covid19-Präventionskonzept.

Refundierung bei Lockdown
Wir garantieren, dass wir bei einem eventuellen Lockdown im Herbst oder Winter (den wir uns alle nicht wünschen) den einbezahlten Preis anteilsmäßig zurückbezahlen. D.h. sollten zum Beispiel 30% der Einheiten abgesagt werden müssen, bekommst du auch 30% des Preises zurück.

Welcher Level ist der richtige?
Wenn du schon einen Kurs bei SLIH gemacht hast, geh einfach in den gleichen Level, in dem du zuletzt warst.
Wenn du zwar schon Swingtanz gelernt hast, aber noch nicht bei einem SLIH Kurs dabei warst, schau bitte auf die bei der Kursbeschreibung angegebene nötige Erfahrung und schätze dich und deine/n Partner/in selbst ein.
Normalerweise gibt es Audtions/Einstufungen wo man mit unseren TrainerInnen tanzt, darauf wollen wir dieses Semester aber verzichten.

Partner/in kann nicht zu einer Kurseinheit kommen
Wenn dein Partner einmal nicht in den Kurs kommen kann, bleib bitte ebenfalls daheim oder komm mit einem passenden Ersatz. Meldet euch in dem Fall bei den TrainerInnen im Kurs, damit sie den Namen der Ersatzperson in die Anwesenheitsliste aufnehmen kann.

Was ist Lindy Hop?

Seit einigen Jahren erlebt der Swingtanz “Lindy Hop” eine Renaissance. Dieser Tanzstil der 20er, 30er und 40er wurde Ende des vorigen Jahrhunderts wiederentdeckt, und neue Hepcats, so bezeichnet man die Swingfans, jammen sich dazu weg.

Was sind die Wurzeln dieses Tanzes? In den 1920ern entstand der Lindy Hop aus einer Vielzahl von Quellen, basierend auf einer Improvisation diverser Tanzschritte. Der Lindy Hop ist eine Sythese von Charleston, Jazztanz, Fox Trot, Texas Tommy und anderen Tänzen. Die Ära des Hot Jazz, des Charleston, ging 1927 zu Ende und es entwickelte sich ein ruhigerer Musikstil, genannt Swing. Der dazugehörige Tanzstil nannte sich einfach Hop.

Wie kam eigentlich der Lindy Hop zu seinem Namen? Dazu gibt es folgende Legende: 1927 gelang Charles Lindbergh erstmals ein Soloflug über den Atlantik. Zur gleichen Zeit fand ein Tanzturnier in New York statt. “Shorty” George Snowden, ein begnadeter Tänzer, tanzte während eines Tanzturniers ein paar ungewöhnliche Schritte. Ein Reporter fragte ihn: “What are you doing?”. Inspiriert von den Schlagzeilen der Zeitungen über den Flug von Charles Lindbergh antwortete er spontan: “I’m doin’ the Lindy Hop”. Der Name für den Tanz war somit geboren. Diesen phantastischen Tanz tanzte man vornehmlich in New York und da im Savoy Ballroom, wo die besten schwarzen Tänzer der Welt dort ihr Stelldichein gaben. Der Floor Manager des Savoy formierte ein tänzerisch einmaliges Team, die Creme de la creme der Lindy Hopper. Er nannte dieses Team “Whitey’s Lindy Hoppers” und schickte es in Amerika und auf die ganze Welt auf Tournee.
Man schrieb das Jahr 1936 als der Lindy Hop eine kleine Revolution erlebte. Um ein Tanzturnier zu gewinnen, “erfand” Frank Manning, ein hochbegabter Tänzer und Choreograph der Whitey’s Lindy Hoppers, die so genannten Luftschritte, die air steps. Von da an wurde der Lindy Hop immer akrobatischer und überdies die Jazzschritte immer schwieriger.
Der Tanz begann sich im Showbusiness und Film zu etablieren. Das Große Rennen (A Day At The Races), ein Film mit den berühmten Marx Brothers, zeigte Lindy Hop von seiner phantastischen Seite. Die wohl berühmteste Tanzszene des Lindy Hop ist im Film Hellzapoppin’ verewigt. Ein atemberaubendes Tempo, schwierige Akrobatik, exzellente Technik – kurz: Lindy Hop im Vollendung. Ende des 2. Weltkrieges wurden die Bands immer kleiner, denn kaum ein Veranstalter konnte sich die ganze Band mit seinen vielen Spielern und Solisten leisten. Die Musik änderte sich und die Tänze und Tanzstile wurden neu gestaltet. Die Blütezeit des Swing ging zu Ende. Der Sound wurde härter, so auch der Tanzstil. Der Rock’n’Roll verdrängte die Orchester und auch den Lindy Hop vom Tanzparkett. Elvis Presley anstatt Benny Goodman war angesagt. Beat, Disco und Hip Hop ließen den Swing und Rock’n’Roll fast vergessen. Aber nur beinahe.

In den 1980ern gruben einige Enthusiasten die “alten” Wurzeln dieses wunderbaren Tanzes wieder aus. Viele Workshops wurden abgehalten und ganze Pilgerströme zu den letzten lebenden Tanzlegenden der damaligen Zeit waren zu verzeichnen. Swing Bands wurden gegründet und Swingtanzclubs schossen wie Pilze aus dem Boden. Der Lindy Hop erlebt eine Renaissance. Get dressed, stürmt die Clubs und los geht’s: The joint is now really jumpin’.