Artikel der Kategorie LINDY HOP KURSE

Im Juni oder Juli starten voraussichtlich neue Lindy Hop Beginner Kurse.
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In unserem Kurskalender sind die wöchentlichen Lindy Hop Kurse eingetragen, sowie die Freitags-Termine für das freie Training (“Perfektion”). Dort ist auch vermerkt, wann Kurstermine entfallen, schau daher bitte regelmäßig rein.

Freies Training

Unsere KursteilnehmerInnen haben jede Woche die Möglichkeit, das in den Kursen Gelernte in entspannter Atmosphäre im “Freien Training” selbständig zu üben.

Für Lindy HopperInnen gibt es jeden Freitag zwischen 19:00 und 22:00 ein freies Training im SLIH Ballroom in der Sechshauser Straße 9 (15. Bezirk). Alle TeilnehmerInnen unserer Semesterkurse können dieses Angebot während des Semesters kostenlos nutzen.

An manchen Terminen bieten unsere „Hosts“ auch ein Spezialprogramm an. Wann was angeboten wird und wer „hostet“ siehst du in unserem Kurskalender, wenn du den jeweiligen Freitagstermin anklickst.

Für TeilnehmerInnen unserer Collegiate Shag und Balboa Kurse gibt es ebenfalls wöchentliche Partice-Termine. Wann diese statt finden, steht in den jeweiligen Kursprogrammen zu Balboa bzw Collegiate Shag.

Kurskalender

Als Service für unsere Mitglieder haben wir einen Kalender mit allen Terminen unserer Lindy Hop und Swing Special Kurse eingerichtet. Hier kannst du nachschauen, wann dein Kurs statt findet bzw. wegen Feiertag, Fenstertag oder sonstiger Gründe ausfällt.

Eine große Version dieses Kalenders gibt es hier.

Was ist Lindy Hop?

Seit einigen Jahren erlebt der Swingtanz “Lindy Hop” eine Renaissance. Dieser Tanzstil der 20er, 30er und 40er wurde Ende des vorigen Jahrhunderts wiederentdeckt, und neue Hepcats, so bezeichnet man die Swingfans, jammen sich dazu weg.

Was sind die Wurzeln dieses Tanzes? In den 1920ern entstand der Lindy Hop aus einer Vielzahl von Quellen, basierend auf einer Improvisation diverser Tanzschritte. Der Lindy Hop ist eine Sythese von Charleston, Jazztanz, Fox Trot, Texas Tommy und anderen Tänzen. Die Ära des Hot Jazz, des Charleston, ging 1927 zu Ende und es entwickelte sich ein ruhigerer Musikstil, genannt Swing. Der dazugehörige Tanzstil nannte sich einfach Hop.

Wie kam eigentlich der Lindy Hop zu seinem Namen? Dazu gibt es folgende Legende: 1927 gelang Charles Lindbergh erstmals ein Soloflug über den Atlantik. Zur gleichen Zeit fand ein Tanzturnier in New York statt. “Shorty” George Snowden, ein begnadeter Tänzer, tanzte während eines Tanzturniers ein paar ungewöhnliche Schritte. Ein Reporter fragte ihn: “What are you doing?”. Inspiriert von den Schlagzeilen der Zeitungen über den Flug von Charles Lindbergh antwortete er spontan: “I’m doin’ the Lindy Hop”. Der Name für den Tanz war somit geboren. Diesen phantastischen Tanz tanzte man vornehmlich in New York und da im Savoy Ballroom, wo die besten schwarzen Tänzer der Welt dort ihr Stelldichein gaben. Der Floor Manager des Savoy formierte ein tänzerisch einmaliges Team, die Creme de la creme der Lindy Hopper. Er nannte dieses Team “Whitey’s Lindy Hoppers” und schickte es in Amerika und auf die ganze Welt auf Tournee.
Man schrieb das Jahr 1936 als der Lindy Hop eine kleine Revolution erlebte. Um ein Tanzturnier zu gewinnen, “erfand” Frank Manning, ein hochbegabter Tänzer und Choreograph der Whitey’s Lindy Hoppers, die so genannten Luftschritte, die air steps. Von da an wurde der Lindy Hop immer akrobatischer und überdies die Jazzschritte immer schwieriger.
Der Tanz begann sich im Showbusiness und Film zu etablieren. Das Große Rennen (A Day At The Races), ein Film mit den berühmten Marx Brothers, zeigte Lindy Hop von seiner phantastischen Seite. Die wohl berühmteste Tanzszene des Lindy Hop ist im Film Hellzapoppin’ verewigt. Ein atemberaubendes Tempo, schwierige Akrobatik, exzellente Technik – kurz: Lindy Hop im Vollendung. Ende des 2. Weltkrieges wurden die Bands immer kleiner, denn kaum ein Veranstalter konnte sich die ganze Band mit seinen vielen Spielern und Solisten leisten. Die Musik änderte sich und die Tänze und Tanzstile wurden neu gestaltet. Die Blütezeit des Swing ging zu Ende. Der Sound wurde härter, so auch der Tanzstil. Der Rock’n’Roll verdrängte die Orchester und auch den Lindy Hop vom Tanzparkett. Elvis Presley anstatt Benny Goodman war angesagt. Beat, Disco und Hip Hop ließen den Swing und Rock’n’Roll fast vergessen. Aber nur beinahe.

In den 1980ern gruben einige Enthusiasten die “alten” Wurzeln dieses wunderbaren Tanzes wieder aus. Viele Workshops wurden abgehalten und ganze Pilgerströme zu den letzten lebenden Tanzlegenden der damaligen Zeit waren zu verzeichnen. Swing Bands wurden gegründet und Swingtanzclubs schossen wie Pilze aus dem Boden. Der Lindy Hop erlebt eine Renaissance. Get dressed, stürmt die Clubs und los geht’s: The joint is now really jumpin’.